Art Journaling ist nicht einfach nur ein weiteres kreatives Hobby, welches gerade in der Kreativwelt aufploppt. Art Journaling ist Freiheit, Lebensfreude und Entspannung, fernab von Perfektion. Malen ist dabei nur die einfachste Bezeichnung für den kreativen Prozess, denn Art Journaling ist so viel mehr als das! In diesem Beitrag lernst du 5 Gründe kennen, warum du mit Art Journaling starten solltest und wie du so deine Kreativität auf eine neue Art entdecken kannst.
Inhaltsverzeichniss
Kopf aus. Kreativität an.
Fällt es dir als Erwachsene auch oft schwer einfach mal abzuschalten? Du bist gestresst von Job, Haushalt und nicht enden wollenden To-Do Listen?
Du sehnt dich nach einem kreativen Ausgleich, etwas was deine Akkus auflädt und deinen Kopf frei macht? Das mag für die eine Sport, für jemand anderen Wandern oder Musik hören sein. Da du diesen Blogbeitrag liest, ist es für dich wahrscheinlich bereits etwas wie Malen, Zeichnen, oder Basteln. Für mich ist es ganz konkret: Art Journaling und zwar in einer abstrakten, intuitiven und spielerischen Weise.
Doch wir haben mit der Zeit gelernt, Regeln für alles und jeden zu befolgen. Wie also können wir wieder intuitiver werden, den Kopf ausschalten und nicht immer nur nach schönen Ergebnissen streben? Genau hier kommt Art Journaling ins Spiel, bei dem du lernst, deinem Kopf eine Pause zu gönnen und den kreativen Prozess zu genießen.

Durch Art Journaling zu dir selbst finden
Der Schlüssel für mehr Entspannung und Ruhe im Alltag ist für mich meine Kreativität. Und mit Kreativität meine ich das Analoge, das intuitive, das Unperfekte, welches ich durch Farbe, Pinsel und meine Hände zum Ausdruck bringen kann.
Es scheint aber, als hätten wir genau das irgendwie verlernt. Etwas, was als Kind so selbstverständlich für uns war, wie seine Fantasie zu benutzen und sich Dinge einfach trauen, ohne einen Gedanken an das Ergebnis zu verschwenden.
Da wir als Erwachsene in unserer leistungsorientierten Gesellschaft immerzu von Druck und Perfektionismus umgeben sind, haben die meisten diesen ursprünglichen Kontakt zu sich selbst verloren.
Aber was, wenn das Resultat deines Tuns für einen Moment nicht mehr wichtig wäre und du einfach völlig frei den Prozess genießen könntest? Wenn genau dieses Endergebnis plötzlich in den Hintergrund rückt? Art Journaling ermöglicht dir genau das zu tun: Unperfekt zu sein, Fehler zu machen und loszulassen. Ein wunderbares Gefühl.
Einfach mal die Gedanken schweifen lassen, mit den Händen arbeiten und ganz bei sich selbst sein. Das kann unseren Kopf unheimlich frei mach machen und wir sind danach viel besser gerüstet für neue Herausforderungen.
5 Gründe, warum du mit Art Journaling starten solltest:
Es gibt keine Fehler beim Art Journaling
Ein Art Journal ist deine persönliche Form von Kunst. Das heißt du kannst hier wirklich nichts falsch machen und genießt grenzenlose Freiheit beim Kreieren. Wenn für mich Art Journaling z.B. aus vielen Farben kombiniert mit Collagenpapieren besteht ist es für dich vielleicht realistisches Zeichnen, Doodling oder Schreiben kombiniert mit Wasserfarben.
Es geht primär nicht darum, was du machst, sondern dass du es machst. Das WIE bleibt dir überlassen. Selbst wenn dir eine Seite mal nicht gefällt- in deinem Art Journal bist du frei, diese einfach wieder zu übermalen und neu zu beginnen. So ist es auch durchaus möglich eine Seite „unfertig“ zu hinterlassen und daran weiterzuarbeiten, wann immer du es möchtest.

Entspannung durch Kreativität
Pausen zu machen ist wichtig, eigentlich wissen wir das. Aber oft gehen wir in vermeintlichen Auszeiten Dingen nach, die wir für andere tun und nicht für uns selbst. Mit Art Journaling gelang es mir, neben den Herausforderungen des Mutterseins, einen Raum zu schaffen, der mir allein gehört. Einen Ort, an den ich mich zurückziehen konnte, um zu entspannen und mich ausnahmsweise mal nur um mich zu kümmern.
Und da ein Art Journal wie der Name schon sagt ein Kunst-Tagebuch ist, gelingt es damit wunderbar eine kreative Routine in den Alltag einkehren zu lassen. Ob man eine Seite pro Tag oder nur 1-2x die Woche gestaltet, ist dabei völlig egal.
Die kreative Arbeit mit den eigenen Händen, das Loslassen von Gedanken und Gefühle machen den Kopf wieder frei für neue Herausforderungen. Du reduzierst automatisch Stress und das wirkt sich natürlich positiv auf dein Wohlbefinden aus.

Jede kann ein Art Journal starten
Du denkst du bist nicht kreativ? Doch das bist du! Jeder Mensch ist kreativ und diese intuitive Kreativität die wir als Kind noch so unbedarft ausgelebt haben, schlummert in jedem von uns. Was du brauchst ist einfach ein wenig Zeit für dich und wenn es nur 15 Minuten sind, in denen du etwas Farbe übers Papier streichst oder eine Collage klebst.
Lass´ dich im ersten Schritt z.B. von anderen Art Journalern auf der ganzen Welt inspirieren, die ihre Journal Seiten und Tutorials im Internet teilen. Finde heraus, was dir gefällt und welche Elemente du dir für dein Journal gut vorstellen kannst. Das können z.B. spezielle Farben sein, Lieblingsmotive, Stempel oder Schrift im Allgemeinen.
Ideen zu Materialien & Tipps für dein Art Journal, findest du hier auf meinem Blogbeitrag.

Aus Alt mach Art!
Du brauchst wirklich nicht viele Materialien, um dein persönliches Journal zu starten. Ein paar Stifte, Farben und ein altes Skizzenbuch oder Heft sind für den Anfang sind völlig ausreichend. Verwende Dingen, die du schon zuhause hast. Vielleicht tummeln sich da ja schon jede Menge Schätze, für die du bisher keine Verwendung hattest oder nie wusstest was du damit anstellen sollst?
Recycle z.B. alte Papiere, Postkarten, Briefe und Magazine und schneide Motive für eine Collage aus. Wenn du einen Malblock oder lose Papiere zuhause hast, nutze sie einfach um und binde dir dein Journal selbst.
Wie das genau geht, kannst du auch in meinem kostenlosen Mini Workshop lernen.
Das Überangebot an Möglichkeiten mag vielleicht erst überfordern, aber genau das kannst du dir ungemein zu Nutze machen. Wenn du anfängst Dinge einfach mal auszuprobieren, wirst du schnell merken, mit welchen Materialien, Papieren oder Stiften du gerne arbeitest.
Du nimmst deine Umwelt viel achtsamer wahr und kannst wirklich nachhaltig sein, indem du Sachen wiederverwendest und in deinem Journal verarbeitest.

Ein Ort für deine Ideen & Emotionen
Beim Art Journaling kannst du die Künstlerin in dir entdecken und lernst deine ganz eigenen Ideen und Emotionen zu visualisieren.
Neben der künstlerischen Entfaltung liegt der Fokus beim Art Journaling aber auch auf deinen Gefühlen und Emotionen. Diese kannst du einbringen, indem du z.B. Gedanken oder Wortfetzen auf eine bunt bemalte Seite aufschreibst, Farben wählst die zu deiner Stimmung passen oder deine Lebens-Themen auf deiner Seite verarbeitest.
Wenn du Inspiration brauchst, schaue gern in meiner kostenlosen ART JOURNAL CLUB Community vorbei und schau was die Mitglieder dort gestalten. Oder gehe ins Museum und einfach mit offenen Augen in der Natur spazieren, um dir neue Anregungen zu holen.
Die Welt da draußen ist voll mit verschiedenen Einflüssen, die du für deine Kreativität nutzen kannst. Ganz wichtig dabei ist, dich nicht zu vergleichen, denn das hemmt deine Kreativität immens. Tue also Dinge die sich gut anfühlen und vermeide andere, bei denen du schnell frustriert bist.
Vergiss nie: Es ist dein persönliches Journal, es wird dich niemals verurteilen und du musst es niemanden zeigen, wenn du das nicht möchtest. Und wenn du Fragen hast, melde dich gerne bei mir.
Bis bald,
Deine


Mixed Media Künstlerin und Gründerin des Art Journal Clubs. Das großartige Gefühl von künstlerischer Freiheit und Freude an der eigenen Kreativität möchte ich gerne mit dir teilen. Hier auf meinem Blog findest du Ideen & Inspirationen zu Art Journaling und Beiträge aus meiner Community dem ART JOURNAL CLUB. 