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“Art Journaling ist so viel mehr wie „schöne“ Seiten in einem kreativen Buch zu gestalten!“. Bei der Gestaltung meines ersten Journals, war mir das noch gar nicht klar gewesen. Es war viel mehr so, dass sich mir erst nach und nach die ganzen Vorteile von Art Journaling erschlossen. Je öfter ich kreativ war, desto positiver gestaltete sich auch mein Alltag.

Also ist es nicht verwunderlich, dass dieser Beitrag definitiv ein Plädoyer für künstlerisches Journaling ist. Er enthält meine gesammelten Erfahrungen mit diesem wunderbaren Medium- persönlich und ungefiltert.

Für alle Art Journaling Begeisterten, aber auch die, die es noch werden wollen.

Kreative Freiheit statt Regeln

Art Journaling ist deine persönliche Form von Kunst und deshalb so individuell wie du selbst es bist. Feste Regeln? Gibt es nicht! Genauso wie kein klassisches Tagebuch dem anderen gleicht, so ist auch kein Art Journal wie das andere.

Ein Beispiel: Wenn für mich Art Journaling z.B. aus abstraktem Malen kombiniert mit Collagenpapieren besteht ist es für dich vielleicht Gesichter zeichnen oder Schreiben kombiniert mit Aquarellefarben.

Diese kreative Freiheit ist unglaublich wertvoll. Sowohl für die künstlerische, als auch die persönliche Weiterentwicklung. Denn sie erfordert, dass wir uns mehr mit uns selbst beschäftigen, anstatt einfach nur einer Anleitung zu folgen. Eine wunderbare Perspektive, die es erlaubt freier zu denken und aus der viel Neues entstehen kann. Ein Möglichkeit sich auszudrücken, die uns wieder näher zu uns selbst bringt.

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Weg mit dem Erwartungsdruck, rein in die Entspannung

„Ich verspüre immerzu den Druck ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen“

„Das Bild in meinem Kopf, lässt sich einfach nicht aufs Papier bringen“

„Mein innerer Kritiker, hat an allem etwas auszusetzen!“

Diese Aussagen klingen alles andere als entspannend oder? Sie sind aber weit verbreitet und der innere Druck etwas tolles zu erschaffen gehört zum kleinen Anteil auch noch zu meiner Realität dazu.

Durch Art Journaling ist es aber durchaus möglich, sich diesem Druck zu entziehen. Denn hier steht der Prozess im Vordergrund- nicht das Ergebnis.

Loslassen, entspannen, im Flow sein: das ist es was Art Journaling ausmacht. Es geht nicht darum tolle Kunstwerke zu erschaffen, die einem bestimmten Zweck dienen. Es dreht sich viel mehr um die reine Freude beim kreativ sein, egal wie unvollkommen das Ergebnis auch sein mag.

Lebe deine Kreativität in all ihren Facetten!

Du hast viele Interessen und wechselst auch mal gerne Stifte gegen Pinsel oder Papier gegen Stoff? Mit einem Art Journal hast du einen vielseitigen Begleiter an der Seite, der wirklich alles mitmacht, was zwischen zwei Buchdeckel passt.

Verbinde deine liebsten Kreativmethoden miteinander und schaffe dir so deine eigene, bunte Welt, die genau zu dir passt.

Ich persönlich liebe den Mix aus Aquarelle-, Acrylfarben, Collagenpapieren & Schrift. Hier und da wird auch mal Papier bestickt oder durch die Nähmaschine gejagt.

Art Journaling bietet die wundervolle Möglichkeit, seine Kreativität mit all ihren Facetten auszuleben ohne einen Bereich auszuschließen.

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Weniger Perfektion, mehr du selbst

Den eigens auferlegten Perfektionismus bremsen, indem du loslässt und Dinge tust, die ganz und gar dir entsprechen: Ein Art Journal ist dafür das perfekte Instrument.

Denn wir leben in einer Gesellschaft in der wir im Idealfall 100%ig perfekt und angepasst agieren. Dieses Streben nach Erfolg und Bestätigung macht auch vor unseren kreativen Hobbys nicht halt. Ich sehe leider viel zu oft, wie Menschen dadurch ins Stocken geraten, an ihren künstlerischen Fähigkeiten zweifeln und lieber den sicheren Weg gehen, anstatt zu experimentieren.

Ein Art Journal bildet dazu den perfekten Gegenpol, denn es ist nur für DICH da. Also kein Bild oder Kunstwerk, was du dir an die Wohnzimmerwand hängst oder für jemand anderen machst.

Hier kannst du deine ganz eigenen Ideen umzusetzen und die Regeln neu schreiben. Aber vor allem, kannst du dabei ganz du selbst sein.

Ein Ort wo Herz und Skizzenbuch zusammenkommen

Deine Gefühle & Gedanken frei lassen, indem du sie in deinem Art Journal auf Papier bringst? Das funktioniert wirklich.

Werfe Ballast ab oder halte Glücksmomente fest, ganz egal. Deine Gefühle haben in deinem Art Journal einen schönen Platz. Indem du ihnen diesen besonderen Raum gibst, verschaffst du dir selbst Gehör.

Hier ein paar Beispiele:

  • schreibe Gedanken oder Wortfetzen aus deinem Alltag auf eine bemalte Seite
  • wähle Farben, die zu deiner Stimmung passen
  • verfasse Wunsch oder- Dankbarkeitslisten mit Bildern & Text
  • nutze Fotos aus deinem Alltag, um Erinnerungen zu reflektieren

So wird aus deinem Art Journal nicht nur ein gewöhnliches Skizzenbuch, sondern eine echte Herzenssache.

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Du braucht nicht viel, um ein Art Journal zu starten

Ein Art Journal zu starten ist wirklich nicht kompliziert. Ich sage dir, du kommst sogar mit ganz wenigen Materialien aus!

Starte dein Art Journal einfach mit dem was du bereits Zuhause hast. Ein altes Skizzenheft, Fineliner, Buntstifte, Aquarellefarben und Pinsel- mehr hatte ich zu Beginn auch nicht. Bei Papieren gibt es zudem die wunderbare Möglichkeit des Recyclens. Ich nutze noch heute mit Freude alte Notizen, Papiertüten, Buchseiten, Briefe oder Magazine für Collagen und Co.

Wenn du gerne auf Flohmärkten unterwegs bist, halte das nächste Mal nach Vintage Bücher Ausschau. Diese kannst du ebenfalls in kunstvolle Journals umwandeln, indem du die Buchdeckel als Cover nutzt oder die Innenseiten als Collagenpapiere verarbeitest.

Wenn du am Anfang etwas experimentierst, wirst du mit der Zeit merken, mit welchen Techniken du gerne arbeitest und welche Materialien du dafür benötigst. Je nachdem was deine Vorlieben sind, kannst du dann in weitere Materialien investieren.

Eine Liste meiner Lieblingsmaterialien findest du auch hier auf dem Blog:
>>>Materialliste & Tipps fürs Art Journaling

Beflügelt statt begrenzt mit Mixed Media

Als ich zum ersten Mal mit dem Begriff Mixed Media in Berührung kam, hatte ich diese Technik bereits unbewusst immer mal wieder eingesetzt. Für mich ist es aber keine starre Technik, sondern viel mehr eine Herangehensweise.

Mixed Media bedeutet nämlich nichts anderes, wie verschiedenen Materialien und Farben in einem Bild einzusetzen. Neben ganz viel Freude kann sie dir im Art Journaling helfen, deine eigene kreative “Stimme“ zu finden. Und zwar indem du dich nicht zu beschränkst auf nur ein Medium, sondern frei zu bist in der Wahl deiner Mittel.

Wie oft bekomme ich Fragen wie: “Welches Papier passt zu welchen Farben?“ und “Funktioniert dieses Material mit Stift XY?“. Ich gebe natürlich immer gerne meine Tipps weiter, aber sie alle stammen nicht aus einem Kunst Lehrbuch, sondern sind Erfahrungen die ich gesammelt habe.

Wenn du also etwas ausprobieren willst, dann tu es. Warte bitte nicht darauf, bis du dich eingelesen hast, wie du welches Material wann und zu welchem Zweck einsetzen kannst. Mixed Media gibt dir die Berechtigung all das zu tun, was im Kunstunterricht undenkbar gewesen wäre. Mich hat diese Kunstrichtung nachhaltig geprägt, ohne sie wäre ich sicherlich nicht so frei in meiner Kreativität wie ich es jetzt bin.

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Auszeiten für die Seele

Du hast einen vollgepackten Alltag mit vielen To Do´s und sehnst dich nach mehr Entspannung nur für dich selbst? Beim kreativen Arbeiten mit den Händen kannst du zu genau dieser Ruhe kommen.

Es ist eigentlich so einfach dir und deinem Körper eine Auszeit zu bieten, die sich auch deinen gesamten Alltag positiv auswirkt. Doch leider machen wir nicht so häufig Gebrauch davon.  

Das änderte sich bei mir erst mit Art Journaling. Ich schaffe es zwar auch nicht jeden Tag kreativ zu sein, aber dafür hat sich bei mir eine kreative Routine etabliert, die meinen Alltag nachhaltig positiv beeinflusst.

Auch wenn du nur 15 Minuten pro Tag Zeit hast, kannst du diese kreativ nutzen. Klappe dein Art Journal auf, streiche Farbe übers Papier, mache eine kleine Skizze oder schreibe ein paar Zeilen. Am nächsten Tag kannst du das zur Grundlage nehmen, um weiterzuarbeiten. Niemand sagt, dass du alles gleich fertig haben musst.

Art Journaling ist für die Seele und kein weiterer Stichpunkt, den es auf deiner To-Do Liste abzuarbeiten gilt. Wenn du dich darauf einlässt, wirst du sehen das wunderbare Auszeiten möglich werden, die deinen Alltag beflügeln können.

Jeder kann ein Art Journal starten, auch du!

Du musst keine Künstler*in sein oder jahrelang Erfahrung im Malen haben, um ein Art Journal zu starten. Du brauchst auch kein von außen attestiertes, kreatives Talent. Die Kreativität schlummert nämlich auch in dir.

Natürlich ist sie bei manchen mehr, bei anderen weniger ausgeprägt, aber das ist völlig normal. Wie langweilig wären es denn auf der Welt, wenn wir alle die gleichen Talente hätten.

Trotzdem, das Einzige was du brauchst, um dein Art Journal zu starten ist: Neugier und Mut deine Kreativität freizusetzen.

Dich einzulassen auf dich selbst und auf deine eigene kreative Reise zu gehen. Eine Reise mit Höhen und Tiefen, in der du wachsen und irgendwann auch über dich hinauswachsen wirst. Das wichtigste ist, einfach zu starten.

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Verbunden sein in einer großen Kreativ-Community

Wir alle wollen uns verbunden fühlen, mit anderen Menschen, der Familie, Freunden, aber auch mit uns selbst. Seit ich meine Leidenschaft für Art Journaling nach draußen kommuniziere fühle ich mich verbundener denn je zuvor.

Ich habe online viele Gleichgesinnte gefunden mit denen ich meine Kreativität teilen kann. Gegenseitige Inspiration, Freude und Humor, aber auch Unterstützung und Motivation: das sind die großen Werte der Art Journaling Community, die ich sehr schätze und immer wieder erfahren durfte.

Weltweit ist Art Journaling für viele Menschen ein kreatives Ventil. Gerade die Pandemie hat gezeigt, wie stark eine Online Gemeinschaft sein kann und wie wunderschön es ist sich mit Menschen auf der ganzen Welt über Gemeinsamkeiten auszutauschen.

Durch Challenges in den sozialen Medien, Online-Workshops aber auch in privaten Art Journal Tausch Runden, kannst du dich mit Gleichgesinnten zusammentun und einfach Spaß haben.

Hier ein paar aktuelle, kostenlose Angebote, in die du einsteigen kannst:

#52weeksartjournal von Michelle Schratz: Eine Art Journal Challenge mit wöchentlich wechselnden Prompts/Themen zur Gestaltung einer Seite. Auf dem Instagram Account von Michelle @raspberrybluesky erhältst du alle Infos.

#artjournaladvent2021: Bereits zum zweiten Mal veranstalten Michelle & ich den artjournaladvent. Ein kreativer Adventskalender mit täglichen Impulsen/Inspirationen für eine achtsamen Dezember mit Art Journaling >>>Hier gehts zur Anmeldung

Zine Workshop: Gestalte ein kleines Mini „Zine Buch“ im Mixed Media Stil mit mir. >>> zur Anmeldung *Hier* klicken

Ich hoffe sehr, dass diese 10 Vorteile dazu beitragen, dir Art Journaling näher zu bringen. Falls du Ergänzungen / Feedback hast, lass mir gerne einen Kommentar hier.

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